Fake (2019)

rudkoffsky_fake-vorschau-coverSophia und Jan sind jung und einigermaßen glücklich: Sie klettert steil die Karriereleiter bei Daimler hoch, er versucht sich als Journalist bei der Lokalzeitung. Dann bekommen sie ein Baby. Sie bleibt zu Hause und hütet das Kind, er kämpft um eine Festeinstellung in der Redaktion. Während Jan sich zunehmend exzessiver beim Joggen abreagiert und das Baby einfach nicht aufhört zu schreien, gerät Sophia in einen immer größeren Taumel aus Frustration und Hilflosigkeit. Bis sie schließlich ein Ventil für ihren Frust findet: das Internet! Hier entlädt die ach so korrekte Vorzeigefrau alle Wut und beleidigt im stillen Kämmerchen schamlos drauf los. Was sie nicht ahnt: Auch Jan hütet ein großes Geheimnis und fürchtet um seine Karriere: Sein größter journalistischer Erfolg basiert auf einer Lüge, die nun im Netz aufgedeckt zu werden droht. Beide verlieren unter dem Druck, sich zugleich im Job und Familie beweisen zu müssen, ihren moralischen Kompass. Ihre Lügen haben jedoch mehr miteinander zu tun, als sie denken …

Fake ist ein tragikomischer Roman über junge Eltern, die zwischen Kind, Karriere und dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit ihre Mitte verlieren. Sie sind Vertreter einer Zeit, in der die Frustrierten und Wütenden immer mehr den Ton angeben – und die Wahrheit selbst auf dem Spiel steht. Der Roman erschien am 1. September 2019 beim Verlag Voland & Quist und war für die diesjährige Hotlist – dem Literaturpreis der unabhängigen Verlage – nominiert.

Stimmen zum Roman

„Zynisch und klug schildert Rudkoffsky die dunkle Seite des Internets und wie leicht es ist, dort Bullshit zu verbreiten. (…) Rudkoffskys Protagonisten gehen ohne Rücksicht auf Verluste vor und treffen am Ende auf etwas Unerwartetes: sich selbst. Bitterböse geht’s zu in „Fake“, aber auch über 233 Seiten hinweg temporeich und spannend.“ Swantje Kubillus, Spiegel Online

„Fake ist garstig, griffig, gründlich böse und durchweg grandios.“ Neue Presse

„Frank O. Rudkoffsky hat den perfekten Roman für unsere Zeit geschrieben. Für unsere Zeit der virtuellen Identitäten, der Parallelwelten, der Fake-News, der Dauerempörung, der veränderten Rolle der Medien, der Hassreden, des wütenden, dumpfen Grollens, das alle Kommunikation überlagert.“ Uwe Kalkowski, Kaffeehaussitzer

„Fake ist ein rasant erzähltes, scharfzüngiges Buch. Bösartig und amüsant einerseits, aber auch mit nachdenklichen, ernsten Untertönen versehen. (…) Es ist eine Besonderheit, dass ein Mann hier so intensiv in die Gedankenwelt einer Frau, noch dazu einer Mutter einsteigt. Wer bislang glaubte, dass das nur eingeschränkt möglich sei (…), dem beweist Rudkoffsky das Gegenteil.“ Sophie Weigand, Literaturen

„Fake ist das Buch der Stunde, das Buch unserer Zeit. (…) Es ist scharf und schlau und raffiniert. Ich lege es euch mit Nachdruck ans Herz, ihr werdet alle etwas darin wiederfinden, das ihr auf diese Weise schon gedacht und empfunden habt – nur nicht in so gute Formulierungen gegossen.“ Mareike Fallwickl, Bücherwurmloch

„Dieser temporeiche Roman behandelt im wahrsten Sinne gegenwärtige Probleme. Auch bewunderns­wert: wie gut Frank Rudkoffsky die Perspektive Sophias gelingt!“ Sabine van Endert, Börsenblatt

„Frank Rudkoffsky nimmt sich brisanten politischen Stoffes an, entlarvt in seinem zweiten Roman die schöne neue Welt und legt die Finger in die Wunde der Digital-Gläubigen. (…) Fake von Frank Rudkoffsky zeigt: Wir leben in einer schlechten Welt, aber mit guter Literatur. Bestens unterhaltende Gesellschaftskritik.“ Gérard Otremba, Sounds & Books

„Frank Rudkoffsky (…) hat eine fein recherchierte und sprachlich faszinierende Psychostudie verfasst, einen Roman, der die Verlogenheit der Mittelschicht und die banale wie brutale Abgründigkeit der „neuen Medien“ aufdeckt oder zumindest aufscheinen lässt. (…) Ein zynischer Abgesang auf die Ideale einer Generation, die eigentlich alles besser machen wollte als ihre Vorgänger.“ Jens-Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung

„Ein großartiges Buch! Ich habe gleichzeitig kreischend gelacht und mich unglaublich geschämt. Ich möchte Voland & Quist preisen und lieben, dass sie das [Buch] gemacht haben!“ Maria-Christina Piwowarski (Buchhandlung Ocelot) im Podcast blauschwarzberlin (Folge 8)

„Fake schafft es, trotz seiner existenziellen Düsternis und der großen Hoffnungslosigkeit, die seinen Kern bilden, ein veritabler kleiner Pageturner zu werden. (…) Ein starkes Buch, das nachdenklich macht, ohne sich thematisch anzubiedern.“ Stefan Diezmann, Poesierausch

„Fake (…) ist ein Roman auf der Höhe der Zeit. (…) Mitreißend geschrieben, voller Tempo, bitterböse und tragikomisch ist dieser Roman, den ich an einem halben Tag weggelesen habe und der mich sowohl begeistert als auch zum Nachdenken angeregt hat.“ Frank  Menden, Buchhändler bei stories! in Hamburg, Instagram

„Frank Rudkoffsky (…) hat einen klugen, besonderen, modernen und pointierten Roman geschrieben.“ Hauke Harder (Buchhandlung Almut Schmidt) im Bücher Magazin 1/2020. Über das Buch schrieb er zudem auch auf dem Blog Leseschatz

„Fake von Frank Rudkoffsky ist ein großartiger Roman. Er greift aktuelle Themen auf, hat interessante und authentische Charaktere und ist unglaublich gut geschrieben. Ich habe jede Seite dieses Buches genossen. Es hat mich gepackt und gefesselt und schaudern lassen. Auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights!“ Julia Kuschel, Leselust

„Der Autor zeigt, wie leicht es ist, im Internet Entrüstungsstürme auszulösen – und wie schwer das im echten Leben auszuhalten ist. (…) Es ist realistisch beschrieben und spannend zu lesen, wie Jan und Sophia sich zusehends verheddern und auf dem heimischen Sofa, jeder vor seinem MacBook, immer sprachloser werden.“ Birgit Zimmermann, u.a. auf Focus.de (via dpa)

„Fake ist der Roman zur Zeit: Frank Rudkoffsky erzählt, wie ein junges liberales Pärchen zu Netz-Trollen wird. Schnell, mit sehr präziser Beobachtung unserer Gesellschaft, anspielungsreich und in einer sehr witzigen Sprache. Kluge Zeitgeist-Diagnostik und Popliteratur (im Guten) in Einem.“ Christian Fuchs (Zeit-Reporter & Mit-Autor von Das Netzwerk der Neuen Rechten) auf Twitter

„Wer sonst als die heute Jungen könnte erzählen, wie sie im Leistungsdruck-Mahlwerk unserer Gegenwart zerrieben werden, sich persönlich zerfleischen und dabei das eigentlich Wichtige zu verlieren drohen: die Menschen, die sie lieben. Es ist Hardcore aus der Wirklichkeit unserer Gesellschaft (…).“ Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung

Weitere schöne Blogbesprechungen sind auf dem Hotlist Blog sowie bei booksandnotes, Literatwo, Wassilkeliest,  Der knappe Buchblog, TextmagazinStudierenichtdeinleben, LeckereKekse und Via Conci erschienen. Zudem gab es bereits einige Bewertungen bei Lovelybooks und Goodreads

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