Thailand

Notizen 8/16

Bevor ich mich für den Rest des Monats in den Urlaub verabschiede, lasse ich euch – großzügig, wie ich bin – noch ein paar Links da: Auf dem Blog Digitur, der sich der Literatur in der digitalen Welt verschrieben hat, wurde vor einigen Wochen nicht nur ausführlich unser E-Book Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge besprochen, sondern in einem zweiten Artikel auch die besondere Zusammenarbeit des Herausgeberteams vorgestellt. Vielen Dank noch einmal an Sabrina Jaehn für die schönen Artikel und das freundliche Gespräch. Auch für Mareike Fallwickl durfte ich auf Bücherwurmloch Rede und Antwort stehen. In ihrer Interviewrubrik High Five mit… stelle ich mich fünf Fragen zu meinem bibliophilen Leben.

Apropos Bibliophilie: Meine nächste Rezension erscheint zwar erst im September, kurze Buchtipps von mir gibt es aber bereits ab dem 26.8. in der kommenden Ausgabe des Stuttgarter Stadtmagazins LIFT, für das ich nun bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr Bücher vorstellen darf.

17287113691_a1e86c72ed_oUnd nun? Freue ich mich auf drei Wochen Thailand mit vielen interessanten Büchern im Gepäck – und meinem eigenen. Denn wer Dezemberfieber gelesen hat, der weiß, dass die typischen Gästebibliotheken in Hotels und Resorts im Roman eine wichtige Rolle spielen. Und genau dort – an Schauplätzen des Buches – werde ich das eine oder andere Exemplar mit persönlichem Gruß hinterlegen! Ich bin gespannt, wie es sich anfühlen wird, wenn sich der Kreis nun schließt: Beim letzten Mal reiste ich schließlich noch mit Notizbuch durchs Land und legte damit den Grundstein für den Roman. Während meiner bisherigen Reisen dort entstand übrigens auch das Bonusmaterial von Dezemberfieber, das sich gegen Ende der Handlung über einen rätselhaften QR-Code aufrufen lässt. Und wer jetzt neugierig geworden ist, was es mit alldem auf sich hat – ich wüsste da noch einen guten Lektüretipp für den Urlaub…

Ich wünsche euch allen einen tollen Sommer!

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Buchtrailer und Videoleseprobe meines Romans „Dezemberfieber“

Gestern war für mich ein ganz besonderer Tag, auch und vielleicht sogar vor allem aufgrund der vielen positiven Resonanz auf die Bekanntgabe meiner Romanveröffentlichung. Weil mir noch immer ein bisschen die Worte fehlen, lasse ich heute ausnahmsweise mal die Bilder sprechen und zeige euch den – übrigens eigens erstellten – Buchtrailer sowie eine Videoleseprobe aus Dezemberfieber. Alleine vor einer Kamera auf einem Stapel Bücher zu lesen, ist eine recht merkwürdige Erfahrung – angesichts diverser Fehlversuche war es aber zumindest ein geduldiges Publikum… Den Romanauszug aus dem Video gibt es übrigens bei duotincta zum Nachlesen!

Viel Spaß beim Schauen!

Tsunami-Gedenktag. Auszug aus „Dezemberfieber“

„Noch warten alle auf die Dunkelheit und darauf, dass einer den Anfang macht. Bis vor wenigen Minuten warf der Himmel noch Pastellfarben aufs Meer, übergießt es aber schon bald mit schwarzem, im Mondlicht glänzendem Lack. […] Der Strand ist voller Menschen; eine Menge Touristen, vor allem aber Thais. Einige stehen allein am Wasser, manche in kleinen Gruppen. Aus Respekt halten alle Abstand zueinander. Neben Bastian bereitet ein Paar mit einem Säugling schweigend ihre Laterne vor. Er fragt sich, um wen sie wohl trauern. Vielleicht haben sie beim Tsunami ihre Partner verloren, vielleicht Freunde oder Eltern, vielleicht sogar ihr Erstgeborenes. Als der Mann den Lampion am Gerippe aus dünnem Bambusspan anhebt, knistert das Papier leise im Wind. Das Baby noch im Arm, kniet sich die Frau in den Sand, wartet mit dem Anzünden der Fackel aber, bis über dem Wasser das erste Leuchten zu sehen ist. Kurz darauf steigen hunderte Laternen auf einmal lautlos in die Dunkelheit auf. Auch die Frau zündet ihren Lampion jetzt an, der sich sich von der heißen Luft sofort aufbläht. Gemeinsam mit dem Mann hält sie ihn einen Augenblick lang fest, dann lassen sie gleichzeitig los. […] Schnell füllen die Laternen beinahe den ganzen Nachthimmel aus; sie schweben aufs Meer hinaus und neigen sich im Wind. Ein paar von ihnen drohen nach einer leichten Böe fast zu kippen und fallen zurück, holen die anderen Lampions jedoch bald wieder ein und schießen dann schief an ihnen vorbei. Schon nach wenigen Minuten bilden sie nur noch kleine Leuchtpunkte über der Andamanensee, bis sich ihre Spuren allmählich am Horizont verlieren.“