1000 tode

Was bisher geschah… und wie es weitergeht!

Ich geb’s ja zu: Seit der Veröffentlichung von Dezemberfieber läuft mein Blog – sehr zu meinem Leidwesen – ein wenig auf Sparflamme. Denn obwohl ich eine halbfertige Rezension in der Schublade habe und mir der grandiose neue Franzen unter den Nägeln brennt, komme ich momentan kaum zum Lesen und Schreiben. Zum Glück geht es nicht allen so: Die ersten Stimmen zu meinem Debütroman haben mich wirklich überwältigt! Auch die bisherigen Rezensionen bei Amazon und LovelyBooks sind mehr als positiv. All die Zeit am Schreibtisch, das mehrmalige Ruhenlassen und Überarbeiten des Manuskripts, der lange und oft frustrierend steinige Weg bis zur Veröffentlichung – vielleicht war es all das ja wirklich wert! Und damit so viele Menschen wie möglich Dezemberfieber lesen können, erscheint der Roman nun endlich auch als E-Book: schon jetzt DRM-frei und zum für digitale Literatur angemessenen Preis von 5,99 € bei duotincta sowie im Laufe der nächsten Woche in den Stores.

1000tode-lesungIn den letzten Wochen ist soviel passiert, dass ich – sobald zum Jahresende ein wenig Ruhe einkehrt – einige Tage brauchen werde, um all die vielen Eindrücke endlich einmal sacken zu lassen. Da waren die fantastischen Tage, die ich gemeinsam mit der duotincta-Familie auf der Frankfurter Buchmesse verbrachte: Ich habe nicht nur einige (wenn auch zu wenige) liebe Autoren- und BloggerkollegInnen getroffen und spannende Veranstaltungen besucht, sondern durfte im Rahmen der äußerst bewegenden #1000 Tode-Lesung im Orbanism Space auch einen Auszug aus Dezemberfieber vortragen – ein ganz persönliches Highlight, das es hier zum Nachhören gibt.

image6Und dann waren da die Lesungen in Essen, Ruppichteroth, Nordenham und Tübingen, die dank wunderbarer Gastgeber und aufmerksamer Zuhörer bislang stets etwas Besonderes für mich waren. Gemeinsam mit meiner duotincta-Kollegin Stefanie Schleemilch gab ich vor unserem Auftritt in Tübingen auch ein ausführliches Radiointerview samt kurzer Lesungen aus unseren Romanen. Zum Glück ist mein Leseherbst noch lange nicht vorbei: Am Freitag findet mein Heimspiel beim Lit.Quartier in Stuttgart statt, und im Dezember lese ich nicht nur ein zweites Mal in Tübingen, sondern auch im Rahmen der bekannten Leipziger Lesereihe Der durstige Pegasus sowie im Internationalen Studienzentrum in Berlin. Für 2016 sind natürlich weitere Termine in Planung.

Cover - Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge

ISBN 978-3-944543-28-4

Zuvor steht aber erst einmal eine Veröffentlichung an, die mir eine Menge bedeutet: Anfang Dezember erscheint bei Mikrotext die Textsammlung Willkommen. Blogger schreiben für Flüchtlinge, die ich gemeinsam mit Katharina Gerhardt, Caterina Kirsten, Ariane Novel, Nikola Richter und Eva Siegmund herausgebe. Für das E-Book, dessen Erlöse der Initiative #bloggerfuerfluechtlinge gespendet werden, haben wir die besten und persönlichsten Texte von Bloggern zusammengestellt, die sich in den vergangenen Monaten in Tat und Wort für Flüchtlinge engagiert haben. Seit den entsetzlichen Anschlägen in Paris ist dieses Buch vielleicht sogar noch wichtiger geworden als es ohnehin schon war: Viele Menschen fliehen derzeit vor genau dem, was am Freitag in Paris geschehen ist. Umso wichtiger ist es, sich nun mit eben diesen Menschen zu solidarisieren. Das E-Book soll eine Sichtbarmachung dieser Solidarität sein, ein deutliches Zeichen, dass die Hetzer nicht die Mehrheit sind – und Menschen in der Not bei uns willkommen.

Vorbestellen könnt ihr das E-Book schon jetzt. Mehr zu den großartigen und wichtigen Texten, die wir auswählen durften, in Kürze!

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1000 Tode schreiben – und lesen!

1000todeObwohl sich mein Blog aufgrund des zeitfressenden Feinschliffs an Dezemberfieber momentan (leider!) noch in Zwangspause befindet, melde ich mich aus aktuellem Anlass nun doch mal wieder zu Wort: Morgen erscheint Version 3 (von 4) der fortlaufenden Textsammlung „1000 Tode schreiben“. In dem so ehrgeizigen wie interessanten E-Book-Projekt des Frohmann Verlags (den ich diesem Artikel sträflicherweise nicht erwähnt habe) sollen sich 1000 Menschen in ebenso vielen Beiträgen mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Die bislang 350 kurzen Texte sind so unterschiedlich und abwechslungsreich wie ihre Autoren: Menschen, die privat oder beruflich mit dem Thema zu tun haben, schreiben gleichberechtigt neben Bloggern und gestandenen Schriftstellern wie Clemens Setz, Jan Fischer oder Daniela Seel. Auch ich durfte einen Text zu dem Projekt beisteuern; im kommenden Update von „1000 Tode schreiben“ befindet sich an 322. Stelle ein Auszug meines Romans Dezemberfieber, in dem der Verlust eines geliebten Menschen die Welt seiner Angehörigen sprichwörtlich aus dem Gleichgewicht bringt. Zur nächsten Version von „1000 Tode schreiben“ stelle ich das Projekt inhaltlich noch einmal genauer vor und veröffentliche in diesem Zuge dann auch meinen Beitrag auf dem Blog.

Für die 4. Version, die zur Leipziger Buchmesse erscheinen soll, nimmt die Herausgeberin Christiane Frohmann – die das Projekt mit geradezu heldenhaftem Einsatz beinahe im Alleingang stemmt – noch bis zum 1. März Texte an (weitere Infos hier). Mit dem Kauf muss man bis dahin jedoch nicht warten: Bei jedem Update bekommt man die aktuelle Version des E-Books per Mail geschickt. Die 4,99 € – zum Beispiel im Store von Minimore – sind nicht nur aufgrund der schieren Masse und Vielfalt an Texten gut angelegt: Da der gesamte Autoren- und Herausgeberanteil ans Kindersterbehospiz Sonnenhof in Berlin­‐Pankow gespendet wird, unterstützt man obendrein auch eine gute Sache!